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Bauindustrieverband Schleswig-Holstein e.V.

Winterschäden

Winterschäden:
Höhere Investitionen in die Straßenerhaltung gefordert
- Sorgen um Kapazitätsengpässe grundlos -

Städte und Gemeinden müssen dringend in die Straßenerhaltung investieren, fordert der Vorsitzende des Bauindustrieverbandes Schleswig-Holstein e. V., Hans-Werner Blöcker. Die jetzt mit der einsetzenden Schneeschmelze verstärkt sichtbar werdenden Schäden in den Asphaltstraßen seien vor allem auf unterlassene Erhaltungsmaßnahmen in der Vergangenheit zurückzuführen.

Der Verband teilt die Auffassung des TÜV Süd, dass 30-40 % aller Straßen in Deutschland stark geschädigt sind. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund rechnet mit Reparaturkosten der wintergeschädigten Straßen im drei- bis vierfachen Umfang gegenüber den Vorjahren. Der Winter kann einen intakten Straßenbelag nicht schädigen. Wenn aber infolge unterlassener Erhaltungsmaßnahmen Vorschädigungen, z.B. Risse, vorhanden seien, kann Wasser eindringen, welches gefriere und beim Auftauen den Asphalt zerstöre.

Die nach dem harten Winter jetzt auf die Kommunen zurollende Reparaturkostenlawine wäre bei zeitgerechter Erhaltung vermeidbar gewesen, argumentiert Blöcker. Hinzu komme, dass Reparaturen i.d.R. keine dauerhafte Lösung seien, denn der nächste Winter komme bestimmt. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat in seinem Bericht „Der kommunale Investitionsbedarf 2006-2020“ den Investitionsbedarf für die kommunalen Straßen allein mit 122 Mrd. € ermittelt. Dem Jahresbedarf von rund 8 Mrd. € kommen die Kommunen seit einiger Zeit nur noch mit der Hälfte der Investitionsmittel nach.

Diesem Trend und dem damit einhergehenden rasanten Verfall der Kommunalstraßen müsse dringend Einhalt geboten werden, fordert Hans-Werner Blöcker. Anstatt Reparaturen im Sinne von „Flickschusterei“ müssten die Städte und Kommunen dringend zielgerichtete Erhaltungsprogramme für ihre Straßen erarbeiten und die dafür erforderlichen Investitionsmittel bereitstellen. Die Straßenbauwirtschaft stehe bereit, diese Programme qualitätsgerecht und zügig umzusetzen. Die aktuellen Schäden zu beseitigen, fehle es der hiesigen Bauwirtschaft weder an den erforderlichen Kapazitäten noch an einer mangelnden Versorgung mit Asphalt.

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